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takt mit Jan Bargfrede
Jan Bargfrede
Pferdekampweg 42b
33659 Bielefeld
GERMANY

Telefon // +49 (0)172 8313110
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Webseite: // www.paderborner-kreaturen.de

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Skype: // renoug256
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Jan Bargfrede

Bist Du gebürtiger Paderborner?

Nein. Ich bin in Bielefeld geboren, durchaus auch heute noch mit einer hohen Affinität zu dieser Stadt. Paderborn ist aber für mich seit Beginn meines Studiums an der Uni in Paderborn auch ein Lebensmittelpunkt geworden, zumal ich dann irgendwann angefangen habe, hier zu arbeiten und das auch heute noch tue. So etwas kann man auf Dauer nicht trennen und daher kann ich heute mit allem dazugehörigen Stolz sagen: Ich bin ein Paderborner!

Wie verlief Dein beruflicher Werdegang bisher?

Um die klassischen Eckpunkte zu nennen war dies zunächst ein Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Kulturwissenschaftlichen Anthropologie an der Universität Paderborn. Diese habe ich aber nicht beendet. da plötzlich die Medienwissenschaft fesseln konnte. Ich habe also dann zur Diplom-Medienwissenschaft gewechselt, weil man hier die spannenderen Themen geboten und einen für mich faszinierenden Zugang zu den Fragen unserer Zeit bekam. Zudem habe ich hier das Gefühl gehabt, eine besondere Art des Denkens – in Systemen und auf einer Metaebene – zu lernen. Das schätze ich heute noch an der Medienwissenschaft. Weil ich aber auch immer an Vielem interessiert war, habe ich stets auch abseits einer klassischen Ausbildung nach Herausforderungen gesucht. So habe ich für ein europäisches Forschungsprojekt ebenso gearbeitet wie für wissenschaftliche Institutionen. Das war nicht immer stringent, hat mir aber viel mit auf den Weg gegeben. Und mindestens ebenso prägend war für mich dann mein Einstieg bei der Sozialpsychiatrischen Initiative Paderborn e.V., wo ich als Job Coach und Dozent in mehreren Integrationsmaßnahmen für Psychisch Kranke Menschen sozialen Anspruch, die Freude, mein Wissen und meine Kompetenzen fruchtbar zu machen und die Lust auf ständige Herausforderung verbinden kann.

Was ist Dein Lieblingsort in Paderborn?

Das wechselt je nach Stimmung. Oft mag ich die Innenstadt, die mich sehr anspricht. Oft suche ich aber auch die Natur im Umland. Der Dom ist für mich abseits religiöser Bedeutung aber auch ein besonderer Ort in der Stadt, ohne den wirklich etwas fehlen würde.

Wieso sind Netzwerke Deiner Meinung nach besonders wichtig für Freelancer?

Gerade in der heutigen Zeit ist die Gestaltung von Medien – ganz egal ob die „neuen“ Medien oder die „klassischen“, keine Arbeit mehr, die einer alleine überblicken oder bewältigen kann. Da ist es genau das richtige Konzept, sich zusammenzutun, Kompetenzen zu verteilen und Expertisen zu bündeln. Das ist das klassische Modell von Agenturen, die solche Dienste anbieten. Gleichzeitig denke ich aber, dass die Strukturen klassischer Agenturen zu starr sind, um jedem Mitarbeiter und auch Kunden gerecht zu werden. Wenn ich als Privatperson beispielsweise einen Text brauche, etwas Kleines, das aber präzise formuliert ist und seine Wirkung nicht verfehlt, hätte ich Schwierigkeiten zu sagen, wo ich so jemanden finde – okay, den schreib ich natürlich selbst! Und wenn ich eine Internetseite haben will, suche ich einen Grafiker und einen Programmierer; aber ich will nicht die Empfangsdame und den Dienstwagen bezahlen. Daher sehe ich im Freelancer-Netzwerk die optimalen Möglichkeiten. Die Idee zum Netzwerk entstand ja nicht zuletzt aus der Enttäuschung über das Fehlen einer solchen Struktur.

Gibt es für Dich noch analoge Medien, die interessant sind?

Auf jeden Fall. Als Medienwissenschaftler, in Paderborn ausgebildet, hat man da, so denke ich, ein sehr gutes Auge für. Ohne in die Debatte großartig einsteigen zu wollen, gibt es in diesem Punkt auch kein Entweder-Oder, geschweige denn eine vollständige Verdrängung. Man denke nur an die Wiederkehr der Vinylplatte, die vor einigen Jahren dem ewigen Jagdgrund der Mediensphäre entstiegen ist. Aber es wäre auch falsch, die ungemeine Macht und die Dynamik der „neuen“ elektronischen Medien und ihrer sich immer mehr ausdifferenzierenden Nutzung zu negieren. Deshalb setzen wir ja auch an diesem Punkt an, wo wir die Potenziale sehen und den Anschluss für Paderborn und seine Kreativen bewahren wollen.

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